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 Twity-Autor :

 

Herzlich willkommen auf dem Blog von Twity-Autor! Hier könnt Ihr kostenfrei Gedichte und noch so Allerlei lesen, welches meiner Feder und meiner Fantasie entsprungen ist. Und wenn Euch hier etwas gefällt, dann sagt es einfach weiter... :-)

Ich schreibe bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich fiktiv und dies schon einige Jahre. Also bitte die Inhalte der Gedichte nicht auf mich beziehen.

Ich wünsche allen viel Spass beim Lesen und beim Stöbern!!!

 

Das  C O P Y R I G H T  liegt ausdrücklich einzig und allein bei Twity-Autor!

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Einen lieben Gruß und ein herzliches Dankeschön für Ihren Besuch! :-) :-)

 


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Blog

Die Spinne an der Decke



In meinem Zimmer zappelt was,

oben an der Decke,

acht Beine halten sich dort fest,

in einer weißen Ecke.



Der Weberknecht ist groß und schnell,

im Nacken steht der Schauer,

ich habe ihn gar im Visier,

doch macht mich dies nicht schlauer.



Zwar liebe ich die Gott-Natur,

doch nicht in meinem Zimmer,

jetzt muss der lange Schrubber her,

sonst wird der Ekel schlimmer.



Sonst mache ich kein Auge zu,

in der nächsten Nacht.

Die Spinne darf nicht bleiben,

sie wird jetzt umgebracht.



Und so steige ich die Stufen

auf der grünen Leiter,

und der Schrubber trifft den Winkel,

ach, dass wird ja heiter.



Denn die Spinne fällt zu Boden,

sucht sich ein Versteck,

und sie rennt gar immer schneller,

doch dies hat kein Zweck.



Zweimal treffen meine Latschen,

und sie liegt auf dem Parkett,

und ihr Fehlen auch drei Beine,

ja ich weiß, dies war nicht nett.



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Twity, 16.08.2017

© by Twity-Autor

Das Schneckenrennen



Frau Schnecke hat ein Häuschen,

ein buntes und ein Wurm.

Er ist dort festgebunden

und zappelte enorm.



Der Jonas, dieser Schlingel,

bemalte alle beide.

Benutzte Filzer, Halme

und suchte kurz das Weite.



Dann kam er aber wieder,

mit seinem Bruder Timm.

Sie spielten Schneckenrennen

und fanden es nicht schlimm.



Die Würmer waren clever,

sie konnten sich erlösen.

Die Schnecken in den Stübchen,

sie wollte lieber dösen.



So kam es nicht zum Rennen,

es sollte wohl nicht sein.

Und wird es alsbald regnen,

sind alle wieder rein.




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Twity, 10.08.2017

© by Twity-Autor



KAISER FRIEDRICHS GABEN


Viele haben den Kaiser Friedrich sitzen sehen in seiner unterirdischen Halle, bald allein, bald im Kreise seiner Wappner, bald mit der Prinzessin, seiner Tochter. Manchem Schäfer erschien ein Zwerg, manchem die Tochter selbst. Ein Schäferknabe pfiff auf seiner Schalmeie ein höfisches Lied, da hob sich hinter ihm ein ehrwürdiges Greisenhaupt und fragte mit milder Stimme: Wem hat dies Lied gegolten, Knabe? - Und der Knabe rief kecklich: Kaiser Friedrichen hat es gegolten! - Und da winkte der Greis dem Knaben, daß er ihm folgte, und der Knabe ward hinabgeführt von dem Greise, und drunten, wo alles voll Schätze lag, standen die Wappner und neigten sich tief vor dem Alten. Da sah der Schäfer erschreckend, wer sein Führer war, und der Kaiser sprach: Dieser Knabe hat uns geehrt!, zeigte ihm der unterirdischen Halle Pracht und Glast, brach von einem Gefäß einen Fuß und gab den dem Knaben und sprach: Gehe und künde es droben: wann die Zeit sich erfüllet, daß Gott der Herr aus diesem Bann uns löset, dann soll das Deutsche Reich frei werden. Der Schäferknabe kam herauf, er wußte nicht, wie ihm geschehen. Des Kaiser Friedrich Gabe in seiner Hand war von purem Golde.

Ein anderer Hirte, aus Sittendorf, stand droben an dem KaiserFriedrich-Turm, voll Kummer, denn er hatte ein Liebchen, das er nicht heiraten konnte, weil er zu arm war. Da sah er eine schöne blaue Blume im Winde nicken, die pflückte er und steckte sie auf seinen Hut. Da schaute aus des Turmes Mauerspalte ein Gezwerg, das winkte dem Hirten, und er kroch ihm nach. Drunten sah er viele schöne Steine, von denen hob er welche auf, und überm Bücken entfiel ihm die Blume. Im Zwielichtdämmer sah er in der Tiefe der Bergeshöhle den Kaiser Friedrich sitzen, aber es grausete ihn, und er wandte sich zurück. Vergiß das Beste nicht! rief der Zwerg ihm zu, doch der Hirte enteilte. Droben stand er wieder, außen am Turme, und wieder rief der Zwerg aus dem Gemäuer: Wo hast du die Blume? - Der Hirte nahm den Hut ab und sah, daß die Blume fehlte. Ach - verloren! sprach der Hirte. - O du großer Tor! rief der Zwerg, mehr als der Kyffhäuser und die Rothenburg war die Blume wert!, und verschwand. Am Abend kam zu seinem Mädchen der Hirte und erzählte ihm, was ihm begegnet - an die Steine dachte er - er zog sie aus der Tasche, und o Freude! sie waren klingendes Gold.

Einem armen Schäfer, der gar schön auf seiner Flöte blies, erschien am Kaiser Friedrich ein Zwerglein und fragte ihn, ob er wohl den verwünschten Kaiser sehen und ihm ein Stücklein auf spielen wolle. Der Schäfer sagte ja und kam in die Tiefe und blies. Da hob der Alte sein Haupt aus dem Schlummer und fragte: Fliegen die Raben noch um den Berg? - Sie fliegen noch, antwortete der Schäfer. - Da erseufzete der Kaiser Friedrich und sprach traurig: Aberhundert Jahre schlafen!, und nickte ein. Darauf hat der Zwerg den Schäfer wieder emporgeführt und ihm gar nichts gegeben, und dachte der Schäfer bei sich, hier unten ist auch Dürrhof, gerade wie droben; der Geber ist gestorben, der Schenker ist verdorben. Um den Turm lag des Schäfers kleine Herde. Klein? Wie war sie doch so zahlreich! Hatte wohl ein guter Kamerad seine größere Herde auch herzugetrieben? Wo war er denn? Es war kein anderer Hirte da. Der Schäfer zählte und zählte, von eins zu zehn und mehr, zwanzig bis fünfzig, und immer mehr, hundert Stück mehr als heraufgetrieben, die waren sein, die waren für das Flötenstücklein Kaiser Friedrichs Gabe.

Ein Kornfuhrmann aus Reblingen im Ried, der Getreide nach Nordhausen fahren wollte, ward durch einen Zwerg veranlaßt, das Korn in den Kyffhäuserberg zu fahren, aber nicht mehr von dem im Gewölbe in zahlreichen Fässern offen stehenden Golde zu nehmen als den Marktpreis und -wert. Er tat's und brachte uraltes Geld mit heraus. Ein anderer, aus Gehofen, dem das gleiche unter gleicher Bedingung begegnete, sackte sich die Taschen mächtig voll, der hatte, als er zu Tage kam, nur alte verwitterte Münzen von Blei, rannte wieder auf die Burg, rief nach dem Zwerge, bat, ihm doch nur zu geben, was seine Ware wert, aber es ließ sich kein Zwerg mehr sehen. Da begann das Bäuerlein zu fluchen und zu wettern, was das für eine Tausendteufelslumpenwirtschaft sei, daß man hier das Korn um bleierne Plapperte kaufe und auf den alten Kaiser los die Leute beschuppe, und der Donner solle das ganze kaiserliche Geld in den Erdboden verschlagen! aber das bekam dem Bäuerlein noch schlechter, dieweil es von unsichtbaren Händen noch viel mehr Maulschellen als zuvor Münzen empfing.

Kinder und Erwachsene fanden in den Ruinen oder am Wege hingebreitete Flachsknotten, bisweilen selbst zur Winterzeit Musikanten, die in Winternächten am Kyffhäuser vorüber spielend zogen, empfingen grüne Zweige - wer solche Dinge fand oder erhielt, ihrer nicht mißachtete, dem wurden sie zu Gold. Durstenden wurde Getränk beschert. Einer Burschenschar, die fröhlich bei ihrem Bier Kaiser Friedrichs Gesundheit trank, erschien ein kleiner Kellner mit goldenem Becher und zwei Flaschen besonderen Weines und traktierte sie alle und schenkte dem, der die Gesundheit ausgebracht, den Becher. Glückliche Neujahrsänger und Choradjuvanten fanden auf dem Berge mitten im Winterschnee eine Kegelbahn und Männer, die sich mit Kegeln vergnügten; sie empfingen einen Kegel, und als sie ihn herabbrachten, war er ganz Gold. Einer Maid ward im Pfänderspiel scherzend aufgegeben, sie solle auf den Kyffhäuser gehen und Kaiser Friedrichen drei Haare aus dem langen roten Barte ziehen. Die Dirne ging und kam nach einer Stunde wieder und hatte drei lange Haare, brennend rot. Alles staunte. Sorglich bewahrte sie dieselben in Papier gewickelt auf. Als sie ein Jahr später über ihre Lade kam und das Papier in die Hand nahm, war es so schwer, so schwer. Sie öffnete es - die drei Haare waren in drei zolldicke Goldstangen verwandelt.

Und solcher Sagen von des Kaiser Friedrich Gaben ließen sich allein ein Buch vollschreiben.


Quelle: Ludwig Bechstein, Deutsches Sagenbuch, Leipzig 1853

Die Regenwürmer in der Erde (Kindergedicht)



Die Regenwürmer in der Erde,

schlängeln fast wie eine Schlange

und es dauert gar nicht lange,

und dann sieht man ihre Fährte.



Denn aus Wolken platzt der Regen,

deshalb wurmen sie nach oben,

jene atmen dann dort droben,

bis sich alle Tropfen legen.



Werden sie nicht aufgefressen,

packen keine Schnäbel, Pfoten,

kriechen sie zurück zum Boden,

alles trocknet unterdessen.



Jene machen sich dann klein,

strecken sich im Wechsel wieder,

weichen Vögel, deren Lieder,

tauchen tief im Boden ein.



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Twity, 08.08.2017 

© by Twity-Autor



Oma ist die Beste



Oma ist die Beste,

sie hört uns immer zu,

egal bei welchem Feste,

sie kocht und bäckt im Nu.


Die allerschönsten Speisen,

den Kuchen und auch Brot,

mit ihr lässt sich gut reisen,

sie schlichtet manche Not.

 

Sie hat ein Herz wie Butter,

und meint es immer gut,

sie liebt wie eine Mutter,

und ist vom selben Blut.


Sie mag uns gar von Herzen,

ist liebevoll und warm,

bei jeder Art von Schmerzen,

nimmt sie uns in den Arm.


Dann bringt sie uns zum Lachen,

und reicht dann ihre Hand,

egal was wir auch machen,

uns schützt ihr starkes Band.


Doch manchmal klebt sie Pflaster,

und heilt so manches Knie,

sie spielt sehr gern Canasta,

verwöhnt uns, aber wie.


Sie will uns stets bewahren

vor Kummer und vor Leid,

uns diesen gern ersparen

und spricht aus ihrer Zeit.

 

Sie weiß gut zu erzählen,

und liest uns öfters vor,

denn Oma ist die Beste,

sie hat für uns ein Ohr.



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Twity, 08.08.2017 

© by Twity-Autor



Der Erpel und die Schwäne



In einem blauen Badesee,

schwimmen Enten, Schwäne.

Jedes Jahr wächst um ihn Klee,

im Sommer fahren Kähne.



Familie Schwan nutzt ihre Bahn,

ein Erpel kommt dazwischen.

Dies grenzte fast an Größenwahn,

die Schwäne hört man zischen.



Die Jungen sind erst Tage alt,

das Nähern ist gefährlich.

Dies ließ auch nicht den Erpel kalt,

es lohnt sich nicht, ganz ehrlich.



Von Schwänen hat er wohl genug,

sie schnappten nach dem Kleide.

So kam es schnell zum Entenflug,

er suchte rasch das Weite.



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Twity, 07.08.2017

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Die heißen Sommernächte



Die heißen Sommernächte,

sind in jungen Jahren schön.

Die Alten stöhnen auch

und wälzen sich im Bette,

anders, als man es gern hätte.



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Twity, 08.02.2017

© by Twity-Autor

Die Spaghettimonster



Auf einem Tisch, in einem Saal,

da stand ein großer Topf.

Die Wände waren rot und kahl,

verfärbt war mancher Schopf.



Dort traf man sich aus Leidenschaft,

die Pasta wird verehrt.

Die rote Soße gab viel Kraft,

gemeinsam wird verzehrt.



Bewaffnet war ein jeder Gast,

durch Gabeln in der Hand.

Sie alle hatten Lust und Knast,

dem Topfe zugewandt.



Und dann ertönt der Paukenschlag,

dies war der Monster Zeit.

So manche Nudel flog am Tag,

sie klebte lang und breit.



An Wand und Decke, Tisch und Haar,

wie Monster eben sind.

Und jeder warf und jeder sah,

in jedem steckt ein Kind.



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Twity, 24.07.2017

© by Twity-Autor



Enkelkinder



Jedes Herz blüht vollends auf,

durch die Enkelkinder.

Es ist, als wäre man noch jung,

sie bringen Freude und viel Schwung,

nicht selten wird man zum Erfinder.



Um sie in den Schlaf zu betten,

um Geschichten zu erzählen.

Man besinnt sich gerne wieder,

singt mitunter alte Lieder,

die uns selbst seit Jahren fehlen.



Schön ist es sie anzusehen,

wenn sie schlafen, glücklich sind.

Liebe lässt es schnell geschehen,

niemals wird sie je vergehen,

man ist vernarrt in jedes Kind.



In ihre großen Kulleraugen,

die süßen Bäckchen rosa-zart.

Die kleinen Finger und die Zehen,

wenn sie die ersten Schritte gehen,

auf ihre Weise, ihre Art.



Es ist sehr schön sie zu begleiten,

fast ist es, wie es damals war.

Es ist das größte Glück auf Erden,

wenn auch die Kinder Eltern werden,

dann ist Vergangenheit ganz nah.



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Twity, 24.07.2017

© by Twity-Autor

Die schneckenfesten Sommerblumen



Wie herrlich ist die Sommerpracht,

wenn dazu noch die Sonne lacht.

Doch manchmal kehren groß und klein

vereinzelt Wanderschnecken ein.



Um manchen Garten, manches Feld,

ist es deshalb schlecht bestellt.

Die nackten und die Weinbergschnecken

durchforsten zu gern alle Ecken.



Sie werden schnell zur Gartenplage

und gefährden seine Lage.

Doch mancher greift vorsorglich ein,

dann muss es Schneckenfestes sein.



Ein Lieschen was gar fleißig ist,

Begonien die kein Schneckchen frisst.

Cosmea, Bidens, Eisenkraut,

auf diese wird sehr gern vertraut.



Mit schmucken Körbchen, Sternendolden

liegt man richtig, liegt man golden.

Auch Mangold mögen Schnecken nicht,

der Endivien-Salat für sich spricht.



Tomaten bleiben auch verschont,

obwohl ringsum manch Schädling wohnt.

Tagilie, weißer Mauerpfeffer

sind ebenfalls ein guter Treffer.



Und auch der gelben Sonnenbraut

hat so mancher schon vertraut.

Schellen, Lilien, Sonnenhut

eignen sich zum Schutze gut.



Ansonsten muss man Schnecken sammeln,

damit die Pflanzen nicht vergammeln.

Mancher probiert Kalk und Bier,

streut Kaffeesatz in ihr Revier.



Doch mancher hegt den Gartensport

und wirft die Schnecken einfach fort.

Erfreut sich an dem Blumenbeet,

solange dieses blüht und steht.



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Twity, 24.07.2017

© by Twity-Autor



Der sommerwarme Regen



Der sommerwarme Regen,

löscht Durst und ist ein Segen,

für Tiere und für Pflanzen,

wie Rosen und auch Wanzen,

wie Bäume und die Falter,

egal in welchem Alter,

sie haben nichts dagegen.



Zieht die Front dann weiter,

so wird es hell und heiter,

die Sonne zeigt sich wieder,

die Vögel singen Lieder,

von Gräsern fallen Tropfen,

die perlen und nicht klopfen,

und manches Beet wird breiter.



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Twity, 27.07.2017

© by Twity-Autor

Das Echo



Das Echo ruft mit weitem Schalle

was zuvor Spaßvogel rief,

gar dreifach und dann schloss die Falle,

es rollten Steine, ein Baum stand schief.



Die laute Stimme war sehr mächtig,

sie hörte man im ganzen Tal,

so mancher Wanderer war trächtig,

es gab gar viele an der Zahl.



Und sie probierten voller Freude,

so manchen dummen Wortschatz aus.

Vereinzelt rannten dann die Leute,

Geröll begrub fast Hund und Maus.



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Twity, 27.07.2017

© by Twity-Autor

Das gnadenlose Schicksal



Wohin das Schicksal uns auch führt,

es liegt nicht in den Sternen.

Wie auch immer es berührt,

kein Mensch kann es entfernen.



Öfters wechseln Hoch und Tief,

sein Päckchen muss man tragen.

Manches läuft mitunter schief,

dann häufen sich die Fragen.



Warum, weshalb, wieso denn nur?

Gern sucht man nach den Gründen.

Verfolgt mitunter Zeit und Spur,

die dann ins Jenseits münden.



Dort stehen beide gänzlich still,

als wäre nichts passiert.

Doch weil das Leben es so will,

wird abermals floriert.



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Twity, 24.07.2017

© by Twity-Autor

Sommerlaunen



Der Mond hat keine Eile,

die Sterne sind hellwach.

Die Nächte sind viel wärmer,

trotz dichtem Ziegeldach.



Der Wind ist unbeständig,

er wechselt immerzu.

Die Hitze in den Räumen

verflüchtigt nicht im Nu.



Dann prasselt warmer Regen,

er klopft ans Fensterbrett.

Er löscht den Durst der Erde,

gar mancher wälzt im Bett.



Und geht die Nacht dann träumen,

gibt auch der Regen auf.

Die Sonne scheint gar wieder,

das Celsius klettert rauf.



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Twity, 06.07.2017

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Das Dichten


Das Dichten ist gar eine Kunst,

liebt man der Sprache Wort,

doch hat man davon wenig Dunst,

ist manches Werk gar Mord.



Doch nutzt man seine Tastatur

und reimt schön an den Enden,

(von mir aus über Wald und Flur,)

dann lässt sich manches wenden.



Ergibt das Ganze dann noch Sinn

und ist mit Herz geschrieben,

dann rafft es manchen Leser hin

und es wird hiergeblieben.



Dann ist man jenem Dichter treu

und freut sich auf die Zeilen,

vorausgesetzt er schreibt sie neu

und borgt sie nicht bisweilen.



Denn mancher gibt sie nie zurück

und schmückt sich dann für immer,

er stiehlt Gedanken Stück für Stück,

und alles wird noch schlimmer.



Ein guter Dichter hat Ideen

verzichtet auf manch Feder,

er schreibt besonders klug und scheen

und zieht auch arg vom Leder.



Er kennt sich mit den Worten aus

und setzt sie stilvoll ein,

und kommt manchmal nur Unsinn raus,

dann sollte es so sein.



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Twity, 15.06.2017

© by Twity-Autor



Lieben Dank



Ich danke dir von ganzen Herzen

und bin sehr froh weil es dich gibt.

Der Herrgott soll dich stets beschützen,

wenn er dich ebenso stark liebt.



Mein Dank passt schwerlich nur in Worte,

du bist ein wahrer Herzensengel.

Und brauchst du einmal Rat und Hilfe,

dann hilft dir gern dein großer Bengel.



Ich danke dir aus tiefster Seele

und wünsche dir tagtäglich Glück.

Ich werde immer an dich denken,

mit Wehmut blicke ich zurück.



Lieben Dank für dein Vertrauen,

jetzt kullern mir doch glatt die Tränen.

Danke Muttchen für die Liebe,

dies wollte ich nochmals erwähnen.

 

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Twity, 15.06.2017

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Sommermond



Er ist mir doch der liebste,

der Sommermond in spe.

Mit seinen Funkelsternen,

bei klarer Sicht am See.



Er spiegelt hell im Wasser

und leuchtet durch die Nacht.

Die Grillen zirpen wieder,

bis ein Konzert entfacht.



Ich kann sie kaum noch hören,

versunken ist der Blick.

Nun kehren alte Träume

von ganz allein zurück.



Ich hab' sie nicht verloren,

nur kaum an sie gedacht.

Wie an die ersten Küsse,

in lauer Sommernacht.



Was war ist längst vergangen,

die Liebe bleibt bestehen.

Der Sommermond erinnert

und wird wie immer gehen.



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Twity, 11.06.2017

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Frau Holla und der treue Eckart

 

In Thüringen liegt ein Dorf namens Schwarza, da zog Weihnachten Frau Holla vorüber, und vorn im Haufen ging der treue Eckart und warnte die begegneten Leute, aus dem Wege zu weichen, daß ihnen kein Leid widerfahre.

 

Ein paar Bauernknaben hatten gerade Bier in der Schenke geholt, das sie nach Haus tragen wollten, als der Zug erschien, dem sie zusahen. Die Gespenster nahmen aber die ganze breite Straße ein, da wichen die Dorfjungen mit ihren Kannen abseits in eine Ecke; bald nahten sich unterschiedene Weiber aus der Rotte, nahmen die Kannen und tranken. Die Knaben schwiegen aus Furcht stille, wußten doch nicht, wie sie ihnen zu Haus tun sollten, wenn sie mit leeren Krügen kommen würden.

 

Endlich trat der treue Eckart herbei und sagte: "Das riet euch Gott, daß ihr kein Wörtchen gesprochen habt, sonst wären euch eure Hälse umgedreht worden; gehet nun flugs heim und sagt keinem Menschen etwas von der Geschichte, so werden eure Kannen immer voll Bier sein und wird ihnen nie gebrechen." Dieses taten die Knaben, und es war so, die Kannen wurden niemals leer, und drei Tage nahmen sie das Wort in acht.

 

Endlich aber konnten sie's nicht länger bergen, sondern erzählten ihren Eltern von der Sache, da war es aus, und die Krüglein versiegten. Andere sagten, es sei dies nicht eben zu Weihnacht geschehen, sondern auf eine andere Zeit.

 

Quelle: Deutsche Sagen, Jacob Grimm, Wilhelm Grimm (Brüder Grimm), Kassel 1816/18, Nr. 7

 

 

Die ungleichen Schuhe



Einst gab es ein Paar Schuhe,

sie waren sich nicht grün.

Sie mochten den Besitzer,

er war speziell und kühn.



Ihr Weg ging auseinander,

da war schon öfters so.

Der eine war gestolpert,

der andere war froh.



Sie sahen sich nicht ähnlich,

der linke Schuh war blau.

Der rechte Schuh war größer

und außerdem noch grau.



Sie passten nicht zusammen,

doch waren sie ein Paar.

Und weil sie anders waren,

war auch der Spott ganz nah.



Er zog sogleich vom Leder,

und malte alles schwarz.

Das Paar war sich schnell einig,

für ihn gab es kein Platz.



Sie ließen sich nichts bieten,

denn jeder Schuh tat gut.

Sie waren zwar verschieden,

doch passten gut zum Hut.



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Twity, 08.06.2017

© by Twity-Autor


Der Juni



Der Juni ist das sechste Kind,

von der Mutter Erde.

Und weil wir jetzt im Juni sind,

verstärkt sich die Offerte.



Vom farbenfrischen Angebot

an Kelchen und an Dolden.

Im Farbenspektrum blau bis rot,

gar manche leuchten golden.



Die Früchte werden sonnenreif,

sie werden süße Gaben.

Bis auf Märchenvogel Greif,

will sie jeder haben.



Die Rosen klettern überall,

an Hecken und am Stock.

Im Sommerduft und Düfteschwall

verweilt manch schöner Rock.



In warmer Luft, da brummt und summt

wer fleißig sammeln geht.

Und erst am Abend, da verstummt

manch Sommerlied sehr spät.



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Twity, 08.06.2017

© by Twity-Autor