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 Twity-Autor :

 

Herzlich willkommen auf dem Blog von Twity-Autor! Hier könnt Ihr kostenfrei Gedichte und noch so Allerlei lesen, welches meiner Feder und meiner Fantasie entsprungen ist. Und wenn Euch hier etwas gefällt, dann sagt es einfach weiter... :-)

Ich schreibe bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich fiktiv und dies schon einige Jahre. Also bitte die Inhalte der Gedichte nicht auf mich beziehen.

Ich wünsche allen viel Spass beim Lesen und beim Stöbern!!!

 

Das  C O P Y R I G H T  liegt ausdrücklich einzig und allein bei Twity-Autor!

Ohne vorherige  Zustimmung darf nichts kopiert werden!!! 


Auf Anfrage bin ich aber gerne bereit eine Kopiererlaubnis zu erteilen, allerdings nur -  wenn kein kommerzielles Interesse besteht und dies nur für den privaten Gebrauch gedacht ist.

Alle Texte von Twity-Autor sind im Sinne des Urheberrechts gesetzlich geschützt. Werden Texte oder Textauszüge ohne meiner Kennntnis gedruckt und online anderweitig verwendet und kopiert, und ohne meine ausdrückliche Genehmigung veröffentlicht, wird dies strafrechtlich Schritte mit sich ziehen!

 

Einen lieben Gruß und ein herzliches Dankeschön für Ihren Besuch! :-) :-)

 


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Blog

Geheul und Geschrei


Zu Frankenhausen, der alten Salzstadt, deren Quellen die Franken behaupteten, als in den frühen Zeiten Sachsen, Franken und Thüringer in diesen Gegenden blutige Kämpfe miteinander hatten, und die von den Franken ihren Namen trägt, ist noch ein Rest der alten Schirmfeste gegen die Sachsen im Hausmannsturm, der Altenburg oder dem alten Frankenhause zu erschauen. Dort war auch ein Zisterziensernonnenkloster zu Sankt Georg, und in dessen Kirche stand ein Wunderbild der heiligen Jungfrau Maria. Selbiges Bild zeigte ein liebliches Engelantlitz und war sanft gerötet, holdselig zu erblicken in guter und glückseliger Zeit. So aber trübe Zeiten herannaheten, verblich des Bildes Farbe und lieblicher Schimmer, und also geschähe es auch im Jahre 1525, da der wilde Schwarmgeist die Bauern zu hellem Aufruhr nötigte, da sie Burgen und Klöster brachen, ausplünderten und einäscherten. In jener Zeit sind die Klöster Ilfeld, Walkenried, Volkenrode, Kelbra, Sittichenbach, Oldisleben und andere mit ihren herrlichen Kirchen ganz verwüstet worden, bis die Zuchtrute wie ein Wetter des Herrn auf die Raubrotten niederschlug.

 

Das war die Zeit, wo Thomas Münzer den Agitator spielte und das Volk aufwiegelte und seine Regenbogenfahne wehen ließ und deren etwa fehlendes Rot mit dem Blut der gemeuchelmordeten Abgesandten der Fürsten ersetzte. Dem Bauernheer waren aus Frankenhausen und allen Dörfern der Umgegend die Weiber und Kinder der Gideonstreiter, die in ihrer Verblendung dem Münzer folgten, auch nachgefolgt, die bargen sich in einem Walde, von wo aus sie den Berg über der Stadt sehen konnten, auf dem das Bauernlager aufgeschlagen war. Da nun die Schlacht mit den Herren der gegen das Bauernheer herangezogenen verbündeten Fürsten, dem Kurfürsten Johann und Herzog Georg zu Sachsen, dem Herzog Heinrich zu Braunschweig, Landgraf Philipp zu Hessen, den Harz- und ändern Grafen, nachdem die zu gütlichem Vergleich entsandten Botschafter ermordet worden waren, entbrannte, Thomas Münzers lügnerisches Maulwerk, womit er die armen Bauern betört und verrückt gemacht hatte, sich als ein klarer und barer Trug erwies und über siebentausendfünfhundert Bauern mit ihren blutigen Leibern die Walstatt deckten, der ganz in Büffelleder eingenähte Held aber, wie die meisten solcher Maulhelden, in der schimpflichsten Flucht vom Schlachtfelde wich und sich in oder unter ein Bette verkroch, da erscholl von jenem Walde her ein entsetzliches wehklagendes Geheul und Geschrei der unschuldigen Weiber und Kinder jener durch die Aufruhrgelüste des Münzer verführten Bürger und Bauern, die zusahen, wie ihre Väter, Söhne, Brüder, Bräutigame und Freunde ohne Gnade hingeschlachtet wurden.

 

Danach wurde jenem Wald der Name Geheul und Geschrei und jenem Berge der Name Schlachtberg auf alle Zeiten. Das geschah am Montage nach dem Sonntag, da man in den Kirchen Cantate sang. Die Bauern sangen auch vor der Schlacht, gar ein schönes Lied: Nun bitten wir den Heiligen Geist! - aber der Heilige Geist war ihrem Tun und Treiben so fern, wie fern der Himmel von der Hölle ist, und konnte ihre Bitten nicht erhören.

 

Quelle: Ludwig Bechstein, Deutsches Sagenbuch, Leipzig 1853

Der Graf von Gleichen - Sage



Graf Ludwig von Gleichen zog im Jahr 1227 mit gegen die Ungläubigen, wurde aber gefangen und in die Knechtschaft geführt. Da er seinen Stand verbarg, mußte er gleich den übrigen Sklaven die schwersten Arbeiten tun, bis er endlich der schönen Tochter des Sultans in die Augen fiel wegen seiner besondern Geschicklichkeit und Anmut zu allen Dingen, so daß ihr Herz von Liebe entzündet wurde. Durch seinen mitgefangenen Diener erfuhr sie seinen Stand, und nachdem sie mehrere Jahre vertraulich mit ihm gelebt, verhieß sie, ihn frei zu machen und mit großen Schätzen zu begaben, wenn er sie zur Ehe nehmen wolle. Graf Ludwig hatte eine Gemahlin mit zwei Kindern zu Haus gelassen; doch siegte die Liebe zur Freiheit, und er sagte ihr alles zu, indem er des Papstes und seiner ersten Gemahlin Einwilligung zu erwirken hoffte. Glücklich entflohen sie darauf, langten in der Christenheit an, und der Papst, indem sich die schöne Heidin taufen ließ, willfahrte der gewünschten Vermählung. Beide reisten nach Thüringen, wo sie im Jahre 1249 ankamen. Der Ort bei Gleichen, wo die beiden Gemahlinnen zuerst zusammentrafen, wurde das Freudental benannt, und noch steht dabei ein Haus dieses Namens. Man zeigt noch das dreischläfrige Bett mit rundgewölbtem Himmel, grün angestrichen; auch zu Tonna den türkischen Bund und das goldne Kreuz der Sarazenin. Der Weg, den sie zu der Burg pflastern ließ, heißt bis auf den heutigen Tag der Türkenweg. Die Burggrafen von Kirchberg besitzen auf Farrenrode, ihrer Burg bei Eisenach, alte Tapeten, worauf die Geschichte eingewirkt ist. Auf dem Petersberge zu Erfurt liegen die drei Gemahel begraben, und ihre Bilder sind auf dem Grabsteine ausgehauen (gestochen in Frankensteins Annal. nordgaviens.).

Kommentar: Sigittarius: Gleichische Historie, B. I, cap. 5. Pauli Jovii (Götze)
Chronicon Schwarzenburg. Tenzel: Monatliche Unterr., 1696,
S. 599 - 620. Melissantes: Bergschlösser S. 20 - 31.

Quelle: Deutsche Sagen, Jacob Grimm, Wilhelm Grimm (Brüder Grimm), Kassel 1816/18, Nr. 575

Aphorismen und Zitate - 2

 

Gerechtigkeit



"Wo sich die Paragraphen dehnen,

da hört Gerechtigkeit schnell auf!"


Kraftvolle Freude



Mit der Freude kommt die Kraft, mit der Kraft Erfolge. Was man nicht alleine schafft, fällt von keiner Wolke.“


Begreifen



"Manchmal begreifen wir erst viele Jahre später, was wir mit unserem Tun angerichtet haben. Manchmal sind die Folgen auch gleich ersichtlich. Wir sollten den Mut haben zu jeder Zeit etwas zu verändern und unser Handeln zu überdenken..."

Schicksal



"Es muss nicht alles eintreffen, was irgendwer vor langer Zeit einmal sagte. Man kann auch seine eigene Geschichte schreiben..."



Nur weil ich alt bin...


Nur weil ich alt bin, muss ich nicht zwangsläufig dümmer werden, nur weil ihr Jüngeren mit der Zeit klüger werdet!“



In der Not



"In der Not vergisst mancher seine gute Kinderstube, da ist jedes Mittel recht, um zu überleben.

Denn spätestens dann - wird der eine oder andere Mensch zum wilden Tier!"



Ein gutes Wort



Jeden Tag ein gutes Wort, eine gute Tat,

treibt die Traurigkeit hinfort,

was den Arzt erspart!“



Druck



Wer sich selber unter Druck setzt, erntet keinen Dank. Denn er wird im schlimmsten Fall - davon höchstens krank!“



Der Neid



Der Neid ist der schnellste Motor für Veränderung. Ohne ihn gäbe es eine geringere Wertschätzung!“



Gleichheit



Wir werden alle nackt geboren und wenn die Zeit gekommen ist, muss jeder von uns im weißen Hemd gehen!“



Leben



Wer sich seine Kindheit bewahrt – hat im Leben mehr zu lachen!“



Kritik



Es ist nicht einfach Kritik auszuhalten, wenn man selber nie Kritik übt!“



Anmerkung:

Alle Aphorismen und Zitate der Seite 1 und 2 sind im Jahre 2015-2017 entstanden.

Das Copyright liegt einschliesslich allein beim Autor!

 

@ Twity-Autor, 2015 - 2017



Der rote Fächer-Ahorn


Feuerrote Ahornblätter

fallen von der Bäume Dächer.

Durch den Herbst bei Wind und Wetter

werden sie zu Boden-Fächer,

auf den feuchten Mutterboden,

der ihr Leben schnell beendet.

Manchmal greifen Finger, Pfoten

und ihr Schicksal wird gewendet.


Ob als Polster für den Winter,

oder zwischen Bücherseiten.

Manche werden zum Erfinder,

hängen sie wie Kostbarkeiten,


an die Fenster, kleben Karten,

denn sie sind zu schön zum Sterben.

Herrlich rote Blätter warten,

auf Ideen der vielen Erben.


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Twity, 04.10.2017

© by Twity-Autor


Der Rückblick



Wenn das Jahr zu Ende geht,

blickt mancher gern zurück,

er überdenkt, wo er jetzt steht

und misst des Jahres Glück.



Mit sich geht mancher ins Gericht,

ist er von sich enttäuscht,

vielleicht lag auch die Latte hoch

und Pech ist grad entfleucht.



So mancher wurde vielleicht krank

und hatte wenig Kraft,

doch zum Glück und Gott sei Dank,

ist vieles auch geschafft.



Und ist der Vorsatz wieder jung,

genau - im nächsten Jahr,

beginnt man mit Elan und Schwung

und ist der Hoffnung nah.


 

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Twity, 30.09.2017

© by Twity-Autor





Der Herbst macht eine Pause


Der Herbst macht eine Pause,

er stoppt den starken Wind.

Um Blätter zu verfärben,

damit sie rötlich sind.


Damit sie gelblich strahlen,

in nah und ferner Flur.

Er hat die schönsten Farben,

sie sind von der Natur.


Sie sind gar unbeschreiblich,

so kraftvoll und so satt.

Man schaut und ist gefesselt,

von jedem bunten Blatt.


Doch fallen sie zu Boden,

macht sich die Wehmut breit.

Denn mit den starken Winden,

beginnt die graue Zeit.


Die Bäume werden lichter,

kein Grund zur Traurigkeit.

Bald folgen Glitzertage,

Advent und Weihnachtszeit.

 

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Twity, 27.09.2017

© by Twity-Autor





Der farbige Herbst



Langsam färben sich die Blätter,

alles wird so herrlich bunt.

Wer mag spaziert bei Wind und Wetter

und nutzt die Zeit mit Kind und Hund.


Vereinzelt raschelt Laub am Boden,

Kastanienbäume sind fast kahl.

Den Wintervorrat tragen Pfoten,

noch hat manch Tierchen eine Wahl.


Der Herbst deckt fleißig jeden Tisch

und alle stopfen sich den Magen.

Natürlich ist gar alles frisch,

an diesen goldnen Fallobst-Tagen.


Wer geschickt ist deckt sich ein,

sorgt für Unterschlupf und Kost.

Der Winzer freut sich auf den Wein

und rettet Reben vor dem Frost.


Die kalten Tage sind in Sicht,

die Sonne schläft bereits schon länger.

Doch wenn sie dann durch Zweige bricht,

hört man vereinzelt laute Sänger.


Manch rotes Kehlchen singt im Herbst,

die schönsten Sommerlieder.

Und überall und auch in Zerbst,

hört man sie immer wieder.



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Twity, 25.09.2017

© by Twity-Autor



Wann hat man schon Gelegenheit



Wann hat man schon Gelegenheit

zwei Stimmen zu benutzen?

Vier Jahre sind gar sehr viel Zeit,

um irgendwas zu stutzen.



Kleinvolk“ macht bekanntlich Mist,“

denkt mancher von ganz oben.

Damit es bestenfalls nicht ist,

wird jede Partei sich auch loben.



Und sie verspricht auch gern einmal

was zuvor bisher nicht ging.

Natürlich alles vor der Wahl,

persönlich, oder über Google, Bing.



Das breite Volk misst oft an Taten

und nicht was irgendwer verspricht.

Wer gewinnt kann niemand raten,

ein kleiner Tropfen reicht oft nicht.



Den Reichen geht es immer gut,

die Mittelschicht ist abgeflaut.

Jede Armut führt zu Wut,

manche Stimmen werden laut.



Statistik schönt Realität,

die Ungleichheit nimmt stetig zu.

Fünf vor zwölf ist nicht zu spät,

ich gehe wählen, wann wählst du?


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Twity, 22.09.2017

© by Twity-Autor

 

 


Die gelben Quitten


 

An der Elbe stehen Quitten,

als exotisch gilt die Frucht.

Alle haben einen Flaum,

wecken roh kaum eine Sucht.



Leuchtend gelb, im Pelz-Pullover,

erntet man die Köstlichkeit.

Sagen und auch alte Mythen

gibt es aus der Götterzeit.



Ihre Brüder und die Schwestern

sind die süßen Äpfel, Birnen.

Frische Quitten machen sauer,

ihre Härte kann erzürnen.



Wer sie duftend reif verwendet,

kocht Gelee und Marmelade.

Auch Likör ist zu empfehlen,

Saft und Süßes, ohne Made.



In ihr steckt viel Medizin,

noch ist dieser Baum bekannt.

Hippokrates heilte schon

auf Insel Kos manch Magenwand.



Einst waren sie gar sehr begehrt,

doch dann wurden sie vergessen.

Wer Gaumenfreuden gern probiert,

wird gesunde Quitten essen.


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Twity, 20.09.2017

© by Twity-Autor



Der Urnengang



Ich gehe jede Wette ein,

es wird genau wie immer sein:



Mancher hat Respekt vor Urnen,

mancher Tod wird weiter turnen,

jede Hoffnung spornt neu an,

deshalb wählen Frau und Mann,

in den kleinen Wahlkabinen,

die zum Kreuzemachen dienen,

je nach Lust und je nach Wetter,

jeder hofft, es kommt nicht fetter,

und man kreuzt zwei Listennamen,

die man kennt, auch kürzlich kamen,

manchen nimmt man sich zur Brust,

straft ihn ab, mit großem Frust.

Mancher hat gut nachgedacht,

da Strategie auch manchmal lacht,

gar mancher geht vor Toresschluss

und wählt weil er noch wählen muss.

So mancher lässt es diesmal sein

und nutzt den Tag bei Sonnenschein.

Und die Alten und die Kranken

werden sich auch nicht bedanken.

Denn sucht man sie mit Urnen auf,

kommt der Unmut gleich zuhauf.

Und am Ende wird man sehen,

wer darf bleiben, wer muss gehen?

Wer belog die Mütter, Väter?

Oder auch die vielen Alten?

Wer wird die Gesellschaft spalten?

Ja, dass wissen wir erst später...

 

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Twity, 19. 09.2017

© by Twity-Autor

Der Deutsche Wald



Der Deutsche Wald steht voller Fichten,

früher war er mehr gemischt.

Der Speierling ist fast vergessen,

bei Vielfalt übt man heut Verzicht.



Die Eschen und die schönen Ulmen,

kennt man bald nur noch vom Bild.

Kiefern, Tannen, Eichen, Lärchen

besucht mitunter manches Wild.



Der Ahorn, Birken und die Erlen

sind zwar noch im Wald vertreten.

Doch um manches alte Bäumchen

muss man leider dennoch beten.



Viele dieser Bäume weichen

unfreiwillig dem Gefilde.

Das verändert unser Klima,

Kahlschlag hat nur Tod im Schilde.



Nicht nur Bäume lassen Leben,

auch die Menschheit ist betroffen.

Dies darf man nicht tolerieren,

es ist zu wenig - nur zu hoffen.



Leben geht uns alle an,

ohne Wald kann niemand leben.

Schützt den Wald und die Bewohner!

Und er wird euch Zukunft geben.


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Twity, 19. 09.2017

© by Twity-Autor



Der Teddy-Bote


Da heute dein Geburtstag ist,

bekommst du Bären-Post.

Bald klingelt es an deiner Tür,

in Jena, Stadtteil Ost.



Dann hält ein gelbes Auto an,

ein Bote steigt dort aus.

Er läuft direkt zu deiner Tür,

zu einem neuen Haus.



Dort schaut er auf das Klingelschild

und schellt bis jemand drückt.

Der Summer macht die Türe auf,

mein Ziel ist voll geglückt.



Nun zieh' die blaue Schleife fort!

Was siehst du kleiner Schatz?

Den Teddy, den du dir so wünschst,

er trägt wie du noch Latz.



Am rechten Ohr hat er ein Knopf,

nun drücke einmal drauf.

Dann singt er ein Geburtstagslied

und zählt dir Wünsche auf.



Was ich zuvor gesprochen hab',

dass sagt dir jetzt der Bär.

Ich denk an dich und hab' dich lieb,

vermisse dich schon sehr!“



Weil heute noch kein Samstag ist,

öffnet keine Tür.

Durch den Teddy bin nah,

bin ich nah bei dir.



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Twity, 18.09.2017

© by Twity-Autor

 

 

P.S. Bei diesem Gedicht habe ich an die Kinder gedacht, deren Eltern sich irgendwann getrennt haben. Leider ist es heute die Normalität, dass Väter oder auch manchmal Mütter nur zu Besuchszeiten ihre Kinder sehen dürfen. Oder auch manchmal gar nicht. Auf beiden Seiten begleitet das Leid, die Traurigkeit und Sehnsucht, aber auch manchmal die Liebe viele Jahre diese Kinder und Eltern....

Der Eichelhäher und die Eicheln


Eicheln und Kastanien

prasseln dicht im Park,

es öffnet sich manch Igel

und manches Hütchen lag,



dicht neben seiner Eichel,

doch meistens ging es gut,

es klebt wahrhaft kein Speichel,

den zauberhaften Hut.



Die Farbenblätter schimmern,

im letzten Tageslicht,

und Eichelhäher kümmern

sich gleich aus ihrer Sicht.



Einer hat acht Eicheln

in seinem Kehlkopfsack,

trägt noch zwei im Schnabel,

vergräbt sie schnell, zack-zack.



Als Vorrat schlechter Zeiten,

der Winter wird oft schwer,

doch manche Köstlichkeiten,

sie findet er nicht mehr.



Sie schlagen später Wurzeln

und werden dann zum Baum,

aus denen Eicheln purzeln,

als Eichelhäher-Traum.



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Twity, 15.09.2017
Copyright by Twity-Autor



Mal ganz privat


Ich schreibe schon ein Weilchen
und mag den guten Klang,
zerpflücke manche "Teilchen,"
und dies schon ziemlich lang'.

Als Kind nahm ich das Essen,
und später Wortgesang,
so wurde ich besessen,
vom schönen Schöpferdrang.

Nun schreibe ich Gedichte,
mit voller Leidenschaft,
und manche Reimgeschichte,
gibt auch dem Leser Kraft.

Ich schreibe über Liebe,
dem Leben, die Natur,
dem Schicksal junger Triebe,
im Glanz der Sonnenuhr.

Von Hoffnung und den Blüten,
vom Leid und Traurigkeit,
dem Trost und auch von Mythen,
nehmt euch beim Lesen Zeit.

Ich möchte gern berühren,
poetisch und mit Sinn,
die Herzen sanft verführen,
wenn ich Gedanken spinn'.

Mein Dank gebührt dem Leser,
und meiner Fantasie,
dem Herz, dem Duft der Gräser,
und ihrer Melodie.

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Twity, 01.09.2011
Copyright by Twity-Autor



Bescheidenheit



Bescheidenheit ist eine Tugend,

man hat sie oder hat sie nicht.

Man lebt sie schon in seiner Jugend

und übt sich gerne in Verzicht.



Nicht jeder hat sie abbekommen,

oder mancher wurde schwach.

Und hat sein ganzes Geld genommen

und kaufte Luxus tausendfach.



Bescheidenheit ist eine Zierde,

zum Leben braucht man gar nicht viel.

Doch wäre da nicht die Begierde,

dann führte sie mich auch ins Ziel.



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Twity, 14.09.2017

© by Twity-Autor

Der Safran-Krokus - Crocus Sativus


Der Safran-Krokus in der Zwiebel,

blüht zwischen buntem Blätterlaub.

Er ziert die herbstlich kahlen Stellen

und bietet späten Blütenstaub.



Aus den zarten lila Blüten

ragen rotorange Fäden.

Drei lange sind in jeder Blüte,

übers Gift mag keiner reden.



Scharf-bitter färben Tee und Speisen,

Safran gilt als rotes Gold.

Es wird stets von Hand geerntet,

solang' man ihn Beachtung zollt.



Er stimuliert gar alle Sinne,

stärkt das Herz, erfrischt den Geist.

Glättet Haut und lindert Schmerzen,

und ist mitunter weit gereist.


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Twity, 14.09.2017

© by Twity-Autor



Drachen

 

Drachen tummeln sich am Himmel,

fliegen eifrig auf und ab.

Was für Staunen, ein Gewimmel,

starker Wind hält sie in Trab.



Ihre bunten langen Schwänze

wirbeln immerzu umher.

Festgebunden an der Leine

tänzeln sie zum Wolkenmeer.



Hoch und höher treiben Winde,

Böen zerren an der Schnur.

Väter werden schnell zum Kinde,

lenken jene mit Bravour.



Mancher Spross an Vaters Seite

zupft genervt am Hosenbein.

Ruft von unten: „Geht beiseite,“

denn er möchte Sieger sein.



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Twity, 10.09.2017

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Als der Sommer plötzlich ging

 

Als der Sommer plötzlich ging,

das reife Obst an Bäumen hing,

kein Bienchen mehr zu sehen war,

da kam es wie in jedem Jahr.

Die Erika macht sich voll breit,

für Herbstzeitlose ward es Zeit,

und fette Hennen, Anemonen,

Dahlien, Veilchen, Blaustern wohnen,

wo vorher noch Schneewittchen war,

urplötzlich war der Herbstwind da.



Der Sonnenhut nahm seinen Hut,

dies fanden die Gladiolen gut,

die Astern und die Alpenveilchen

sie verwurzeln nun ein Weilchen.

Sie stehen dicht im selben Beet,

solang die Chrysantheme steht,

das buntes Laub die Bäume ziert,

noch mancher Sänger tiriliert,

ist mein Herz noch voll beglückt,

weil der Herbst mich auch entzückt.



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Twity, 10.09.2017

© by Twity-Autor

Die Nahrungssuche



Der Buchfink zupft am Eichenblatt,

er sucht nach frischen Läusen.

Der kleine Kerl ist noch nicht satt,

so geht es auch den Mäusen.



Sie stürzen sich auf süße Nüsse,

und manchen Regenwurm.

Manchmal schwimmen sie durch Flüsse,

ist nicht gerade Sturm.



Der Biber liebt sein nasses Wasser,

Pappeln und die Weiden.

Dämme baut er krass und krasser,

nicht jeder kann sie leiden.

 

Der Zebrakärpfling sucht im Teich,

und mancher Frosch an Land.

Der Braunbrustigel findet gleich

sein Futterhaus am Rand.



Frau Schnecke schlich im grünen Gras,

jetzt liegt nur noch ihr Blatt.

Auf Möhren, Kräuter steht der Has',

nicht jeder wird auch satt.


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Twity, 07.09.2017

© by Twity-Autor



Von Bäumen fallen die Igel



Es plumpsen und rollen die Igel,

in Gärten zur Freude umher.

Bei manchen platzt dann die Schale,

dann rollen sie gar nicht mehr.



Dann blitzen die braunen Kastanien,

sie glänzen und sind wundervoll.

Man nutzt sie zum Füttern und Basteln,

dass finden Kinder meist toll.



Sie sammeln wie immer sehr fleißig,

das Körbchen wird randvoll gefüllt.

Und kommt dann der Schnee und die Kälte,

wird damit der Hunger gestillt.



Der Hunger der Hirsche und Rehe,

dem Wildschwein gibt man Eicheln.

Im Wald kann man Früchte verfüttern,

doch niemals ein Wildtier streicheln.


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Twity, 07.09.2017

© by Twity-Autor