Sankt Martin und der Schaukelmond



Im Hausflur geht das Licht bald aus,

gleich leuchtet die Laterne.

Flugs holen wir den Stab heraus,

und leuchten in die Ferne.



Er hängt an einem Schaukelmond,

rasch wollen wir nach draußen.

Und schauen wo der Bischof wohnt,

und schnell zum Domplatz sausen.



Dort trifft sich bald die halbe Stadt,

die Großen und die Kleinen.

Und wer noch keine Laterne hat,

kann sich im Geist vereinen.



Denn mit dem ersten Glockenschlag

passiert ein kleines Wunder.

Der frühe Abend wird zum Tag,

der Domplatz hell und bunter.



In jenem großen Lichtermeer

erleuchten die Gesichter.

Der gute Geist zieht dort umher,

die Menschen rücken dichter.



Fromme teilen Hörnchen aus,

vor Türen singen Kinder.

Manche Gans wird dann zum Schmaus,

der Umzug freut nicht minder.

 

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Twity, 16.10.2016

© by Twity-Autor





17.10.16 14:19

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