Lügenmärchen (Kindergedicht)

 

Es war an einem Mittag,

der Mond schien dunkel-hell,

da kam ein Frosch geritten,

auf einem Mäusefell.


Er jagte Kichererbsen,

sie flogen wild umher,

weit hörte man sie lachen,

bis übers Honigmeer.


Und manche Erbsen fielen

direkt ins Meer hinein,

sie schufen große Wellen

und gruben sich dort ein.


Es wuchsen Erbsenranken,

bis in das Wolkenreich,

und kleine Sterne naschten

vom Honigmeer sogleich.


Sie blieben darin kleben

und kamen nicht heraus,

da half ein lila Goldfisch

in diesem Fall gern aus.


Er warf sie in die Lüfte,

der Mond hielt keinen fest,

trank lieber Tee mit Engeln,

im Zuckerwattenest.


Der Abend ist gekommen,

die Sonne dunkelt ab,

für diese kleinen Sterne

wird jetzt die Zeit recht knapp.


Dies sieht der Regenbogen,

er reitet gar geschwind,

und formt die Honigsterne

zu einem Menschenkind.


Das innen immer leuchtet

und außen fröhlich ist,

dann futtert er die Ranken,

die keiner je vermisst.


.

Twity, 06.04. 2018

© by Twity-Autor






6.4.18 14:05

Letzte Einträge: Schöner Mai, Der April, Der Himmel hat sich ausgeweint, Zwei Vöglein, Der Kirschbaum ist im Mai erblüht

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL