An einem steilen, roten Hang,
da sonnen sich die Trauben.
Sie reifen einen Sommer lang,
den edlen Rebstock-Glauben.

Dort wächst der Wein besonders gut,
der Bacchus gab den Segen.
Der Tropfen göttlich, rot wie Blut,
die Gottschaft ist erlegen.

Der Weingott lädt zum Feste ein,
denn er versteht zu feiern.
Er liebt, verehrt den besten Wein,
auch "Damen" und "Verschleiern."

Geweiht - mit einem Efeukranz,
hebt er den schäumend Becher.
Der Himmelschor wiegt sich im Tanz,
der Trinkspruch wird zum Kecher.

Der Bacchus ist ein "Lebemann,"
und der Natur verfallen.
Gebete kommen täglich an,
auch wenn die Götter lallen.

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Twity, 14.09.2010
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