Es war einmal ein altes Ross,
der Edward war sein Pferdeboss.
Er ritt bei Tag durch Wald und Flur
und Majestät sah nicht die Schnur.

Ein lauter Schrei, der Edward flog,
das Ross rennt schnell zum Pferdetrog.
Die Krone ist vom Haupt gefallen,
das blaue Blut beginnt zu wallen.

Zu Fuß muss er des Weges gehen,
er hört Gesang und bleibt gleich stehen.
In seinem Wald, er glaubt es kaum,
da hockt ein Männlein auf dem Baum.

Und singt so furchtbar schräge Töne,
vom König und auch seiner Söhne.
Da platzt dem Edward rasch der Kragen.
Wie kann das Männlein dies nur wagen?

Das Männlein stieg von seinem Ast,
erkennt den König wutentprasst.
Und droht mit seinem Zeigefinger,
er spricht ein Fluch, der gilt für immer.

Der Edward wollte sich noch rächen,
doch er konnte nicht mehr sprechen.
Das Männlein tarnte sich im Nu
und lies den König dann in Ruh'.

Verstört kommt er im Schlosse an
und zeigt, das er nicht sprechen kann.
Die Ärzte wussten keinen Rat,
der Edward schreitet nun zur Tat.

Der ganze Wald wird untersucht,
man fand das Männlein, wie es flucht.
Es wurde königlich "belohnt",
gekettet er im Kerker "thront."

Und später stellte sich heraus,
das Männlein war sein Bruder Klaus.
Ein altes Weib hat ihn verhext
und ihn mit Flüchen zugetext.

Seit Jahren war er schon verschollen
und bittre Tränen sollten rollen.
Sie hielten sich ganz fest im Arm,
der Fluch - er brach, die Liebe kam.

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Twity, 06.11.2009
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