Der Pfarrer ist ein strenger Herr,
der Uwe stellt sich ständig quer.
Er soll’s dem Burschen richtig zeigen,
sodass Gehorsam tanzt den Reigen.

Die Flausen werden neu geboren,
das Weib des Pfarrers wird erkoren.
Das reicht dem blonden Uwe nicht,
er grinst und löscht vorerst das Licht.

Nun wartet er auf seine Stunde
und macht im Dunkeln seine Runde.
Versteckt im Haus das Gold und Geld,
ein Blitzgedanke wird erhellt.

So eilt er in des Buben’s Zimmer
und treibt sein Unfug so wie immer.
Er malt ihm Pünktchen ins Gesicht,
das Haar ist weg - die Schere bricht.

Das Weib des Pfarrers schläft noch fest,
der Uwe gibt ihr nun den Rest.
Er klaut die Zähne aus dem Glase
und pinkelt in die Blumenvase.

Die Pantoffeln werden angeklebt
und Kuhmist schon die Decke hebt.
Der Herr im Hause merkt es nicht,
der Uwe kommt - der Bösewicht.

Der Pfarrer bleibt nicht ungeschoren,
der lange Bart wird "neu geboren".
Ein sattes Blau wird nun gewählt,
die goldne Uhr war nicht gestählt.

Jetzt wandert Uwe in die Küche
und sucht das Kätzchen - „diese Frische.“
Er tauscht den Sonntagsbraten aus
und legt zur Katze noch ’ne Maus.

Der Deckel wird schön zugemacht,
die Morgensonne ist erwacht.
In Folge „Drei“ - da könnt ihr lesen,
von Uwes sagenhaften Späßen.

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Twity, 21.06.2009
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